Sich an einen einzigen Job heften und hoffen, diesen bis zur Rente zu behalten, das geht heute nicht mehr so einfach. Genau so verhält es sich auch mit Altersgeld. Heute kann kaum jemand davon ausgehen, dass die eigene Rente im Alter ausreichen wird, um ein schönes Leben zu finanzieren. Kalkuliert werden muss stattdessen mit Abstrichen und Sparmaßnahmen am Lebensstandard, wenn allein die gesetzliche Rente ausreichen soll. Wer darauf keine Lust hat und sich nur ungern einer unsicheren Zukunft gegenüber sieht, der sorgt bereits heute fürs Alter vor. Eine gute Altersvorsorge kann zum Beispiel helfen, im Alter auch bei steigenden Lebenshaltungskosten gut zu leben und sich das eine oder andere leisten zu können.
Wenn die Rente nicht reicht
Inzwischen ist eigentlich jedem klar, dass die Hoffnung auf realistisch steigende Renten verloren ist und die Wahrscheinlichkeit immer größerer Abstriche vom letzten Bruttogehalt steigt. Dennoch denkt nicht jeder daran, sich auf das Alter und sein Leben nach der Erwerbsarbeit vorzubereiten. Dabei kann meist nur derjenige von einem späteren auskömmlichen Leben im gewohnten Lebensstandard ausgehen, der fürs Alter etwas zurücklegt oder ohnehin schon in jungen Jahren von einem großen Vermögen zehren kann. Alle anderen werden sich später wohl stark einschränken müssen, im schlimmsten Fall auf finanzielle Hilfen angewiesen sein oder ihr Leben lang zum Aufbessern der Rente Zeitungen austragen müssen. Keine rosigen Aussichten, die sich mit wenig Vorsorge meist deutlich verbessern lassen.
Möglichkeiten der (privaten) Vorsorge
Eine beliebte Methode der Vorsorge fürs Alter stellt der Hausbau bzw. das Anschaffen einer eigenen Wohnimmobilie dar. Hat man im Alter eine günstige Wohngelegenheit wie das eigene Haus, fällt ein Teil der finanziellen Belastung weg, denn Miete zahlen muss man dann ja nicht. Doch mit einem Haus allein gibt sich mancher nicht zufrieden oder er kann sich das Haus gar nicht leisten, auch andere Möglichkeiten zum Aufbessern der eigenen Rente sollten daher erwogen werden. Hier ist vor allem an die Altersvorsorge mit staatlichen Zuschüssen zu denken. Sie gibt es sowohl für Angestellte als auch für Selbstständige, die sich eine zweite Rente neben der gesetzlichen Rente bzw. überhaupt eine eigene Rente aufbauen möchten. Dabei belohnt der Staat die Bemühungen der Bürger zur Vorsorge mit steuerlichen Vergünstigungen und mit der Zahlung einer staatlichen Förderung an diejenigen Sparer, die förderungsberechtigt sind und die Auszahlung der Förderung korrekt beantragen.
An die Betriebsrente denken
Eine andere Möglichkeit für Angestellte und Arbeiter ergibt sich durch die betriebliche Altersvorsorge. Je nach Unternehmen und dem Angebot einer Betriebsrente kann es durchaus sein, dass der Chef zur Sparsumme seiner Mitarbeiter etwas zusteuert. Zumindest jedoch können sich Arbeitnehmer darauf verlassen, dass sie ihre Vorsorge für eine Betriebsrente mit dem eigenen Lohn betreiben können. Bei der sogenannten Entgeltumwandlung wird ein Teil des Bruttomonatslohns abgezogen und in eine Betriebsrente gespart. Dadurch wird das Gehalt geringer, weshalb der Sparer weniger Steuern und Sozialabgaben zahlen muss. Neben der Betriebsrente und den vorgenannten Beispielen zur Vorsorge fürs Alter gibt es noch weitere Vorsorgeformen.